Quality assurance

Quality assurance

Messdaten, Prüfstrategien und Qualitätsbewertung

Die Qualitätssicherung in der Zerspanungsfertigung umfasst die systematische Vermessung gefertigter Bauteile und den Abgleich der Ergebnisse mit den CAD-Vorgaben; Maße, Form- und Lagetoleranzen sowie Oberflächenqualitäten werden bewertet und Abweichungen als Grundlage für Prozessanpassungen dokumentiert – bei sicherheitskritischen Triebwerksbauteilen ist dies eine unverzichtbare Anforderung. Je nach Bauteil und Genauigkeitsanforderung kommen Koordinatenmessgeräte, optische und laserbasierte Messsysteme sowie Rauheitsmessgeräte zum Einsatz; Inline-Messsysteme ermöglichen zusätzlich eine Überwachung bereits während oder unmittelbar nach der Bearbeitung. Die Messdaten werden im digitalen Zwilling mit Prozess- und Simulationsdaten verknüpft und zeigen auf, wo die gesamte digitale Prozesskette trägt und wo gezielte Anpassungen erforderlich sind.

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Praxisbeispiel Verdichterschaufel

Am Fraunhofer IPT ist die messtechnische Qualitätssicherung fester Bestandteil der Entwicklung und Erprobung von Fertigungsprozessen für Triebwerkskomponenten. Für Bauteile wie Blisks, Impeller oder Turbinenscheiben werden geometrische Toleranzen im Bereich weniger Mikrometer sowie definierte Oberflächenkennwerte gefordert. Durch den Einsatz geeigneter Messverfahren (z.B. Koordinatenmessgerät ZEISS PRISMO oder Streifenprojektions-System ATOS-Q) und die Rückkopplung der Messergebnisse in den digitalen Zwilling schafft das Fraunhofer IPT die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Fertigungsqualität.

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Praxisbeispiel Ritzelwelle

Das MTI verfügt über vielfältige Möglichkeiten zur Erfassung und Bewertung von technischen Bauteileigenschaften. Je nach Prüfaufgabe und Anforderungen kommen taktile, optische und weitere messtechnische Verfahren zum Einsatz, die von standardisierten Messabläufen bis zu individuell entwickelten Prüfkonzepten reichen. So lassen sich geometrische, oberflächenbezogene und funktionale Merkmale nahezu aller Produktausprägungen erfassen. Am Beispiel der Ritzelwelle können unter anderem Rundlauf, Konzentrizität, Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität bestimmt werden und auf die Fertigungsprozesskette zurückgeführt werden. Die Messergebnisse werden durchgängig strukturiert erfasst, mit Prozess- und Bauteildaten verknüpft und qualitätsgetrieben ausgewertet. Dadurch entstehen belastbare Datengrundlagen für die effiziente Qualitätssicherung, die Bewertung von Fertigungsprozessen und die Ableitung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

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