CAD/CAM

CAD/CAM
Produkt-, Werkzeug-, Maschinen- und Prozessdaten
CAD/CAM-Systeme bilden die Grundlage moderner industrieller Produktentwicklung und Fertigung. CAD ermöglicht die rechnergestützte Konstruktion von Bauteilen, bei der digitale 3D-Modelle mit Maßen, Toleranzen und Werkstoffeigenschaften erstellt werden; das CAD-Modell dient als zentrale digitale Beschreibung des Werkstücks entlang des gesamten Lebenszyklus. Auf Basis dieser Konstruktionsdaten werden im CAM-System Bearbeitungsstrategien, Werkzeugwege und technologische Parameter definiert sowie Werkzeugbewegungen simuliert und auf Kollisionen geprüft. Fertigungsprozesse lassen sich so bereits vor der realen Bearbeitung geometrisch analysieren (Kollisionsprüfung, Materialabtragssimulation, Maschinensimulation, etc.); abschließend erzeugt das CAM-System per Post-Prozessor die NC-Programme für die Werkzeugmaschinen.

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Praxisbeispiel: Verdichterschaufel
Am Fraunhofer IPT besteht umfangreiches Know-how in der CAD/CAM-gestützten Planung und Programmierung der Fertigung komplexer Triebwerkskomponenten. Dazu gehören unter anderem Blisks von Axialverdichtern, Impeller von Radialverdichtern sowie Turbinenscheiben und weitere sicherheitskritische Bauteile. Mithilfe moderner CAD/CAM-Systeme werden hochpräzise NC-Programme für die mehrachsige CNC-Bearbeitung erstellt, simuliert und hinsichtlich Bearbeitungsstrategie, Kollisionsfreiheit und Prozesssicherheit optimiert. Damit schafft das Fraunhofer IPT die Grundlage für eine effiziente, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Fertigung anspruchsvoller Luftfahrtkomponenten.

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Praxisbeispiel Ritzelwelle
Das MTI zeichnet sich durch umfassende Erfahrung in der CAD-gestützten Beschreibung und Vorbereitung von Komponenten für die Fertigung aus. Im betrachteten Use Case steht die Ritzelwelle als zentrale Komponente eines Elektromobilgetriebes im Antriebsstrang im Fokus. Mithilfe moderner CAD-Systeme werden geometrische Spezifikationen als dreidimensionales Bauteilmodell erzeugt und eindeutig dokumentiert. Dazu gehören unter anderem Verzahnung, Lager- und Passsitze, Übergangsradien sowie weitere funktions- und fertigungsrelevante Merkmale. Ergänzend werden produktspezifische Fertigungsinformationen (PMI) wie beispielsweise Werkstoffangaben, Oberflächenanforderungen und Versionsstände strukturiert hinterlegt. Das CAD-Modell schafft damit die digitale Grundlage für nachgelagerte Schritte wie Prozessauslegung, Fertigung, Prüfung und qualitätsgetriebene Rückverfolgbarkeit entlang der digitalen Prozesskette in der Fertigung.
