Unsere Praxislösungen

Datenmanagement am Bauteildemonstrator

Industrie und Forschung stellen unterschiedliche Anforderungen an den Umgang mit Daten, Prozessen und Modellen. Die folgenden Szenarien zeigen, wie der Digitale Zwilling in beiden Bereichen dazu beiträgt, komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar und nutzbar zu machen.

Der Industriedatenmanagement-Inkubator zeigt, wie produktionsrelevante Daten aus Maschinen, Prozessen und Software-Systemen durchgängig erfasst, verknüpft und nutzbar gemacht werden können.
Ziel ist es, industrielle Abläufe transparent abzubilden, Zusammenhänge zwischen Prozessdaten und Ergebnissen sichtbar zu machen und so die Grundlage für belastbare Analysen, Optimierungen und digitale Anwendungen entlang der Fertigung zu schaffen.


Verdichterschaufelfertigung (Aerospace)

Eine Blisk (Blade Integrated Disk) besteht aus einer Rotorscheibe, deren Schaufeln integral mit der Scheibe verbunden sind. Diese Bauweise reduziert das Bauteilgewicht, steigert den aerodynamischen Wirkungsgrad und kommt insbesondere in den Verdichtern moderner Flugzeugtriebwerke zum Einsatz. Gleichzeitig stellt die komplexe, dünnwandige Schaufelgeometrie hohe Anforderungen an den Fertigungsprozess. Die Einzelschaufel-Geometrie dient im Projekt als Bauteil-Demonstrator, um die charakteristischen Herausforderungen der Blisk-Fertigung gezielt und praxisnah zu untersuchen.

Der Forschungsdatenmanagement-Inkubator zeigt, wie Forschungs- und Prozessdaten strukturiert erfasst, konsistent aufbereitet und für wissenschaftliche Fragestellungen nutzbar gemacht werden können.
Im Fokus steht die Schaffung einer Datenbasis, die eine nachvollziehbare Auswertung, den Vergleich von Ergebnissen sowie die Entwicklung und Absicherung neuer Methoden und Modelle im Kontext des Digitalen Zwillings ermöglicht.


Ritzelwellenfertigung
(Automotive)

Die Ritzelwelle ist eine zentrale Komponente in Getrieben für elektrifizierte Automobilanwendungen und überträgt Drehmomente innerhalb des Antriebsstrang. Ihre Fertigung umfasst eine mehrstufige Weich- und Hartbearbeitung. In der Weichbearbeitung werden insbesondere die Drehbearbeitung (Bild links) und die Herstellung der Verzahnung (Bild rechts) durchgeführt.
Entlang der Prozesskette entstehen vielfältige Maschinen-, Prozess- und Qualitätsdaten. Im Inkubator Forschungsdatenmanagement werden diese Daten verknüpft, um Produktivität, Robustheit und Effizienz seriennaher Fertigungsprozesse gezielt zu steigern.